Ab in den Urlaub
Welche Haustiere kann man auf die Reise mitnehmen und was sollte man beachten?
Erst einmal am Urlaubsort angekommen, ist alles ok. Doch auf dem Weg dorthin muss man einiges beachten, um die Reise für das Haustier möglichst unkompliziert zu gestalten.
Im Urlaub wollen viele ihre Tiere dabei haben. Hunde erwidern für gewöhnlich diesen Wunsch. Katzen und kleine Heimtiere wie Vögel und Meerschweinchen sollte man nach Möglichkeit lieber nicht mitnehmen, sondern in ihrer gewohnten Umgebung lassen.
NachbarInnen, Bekannte oder Verwandte können beispielsweise die Betreuung übernehmen, für Fressen und ein sauberes Kisterl sorgen und sich auch ein bisschen Zeit zum Spielen nehmen.
Strapazen nicht unterschätzen
Wer seinen Hund mit auf die Reise nimmt, sollte während der Fahrt zum Urlaubsziel besondere Rücksicht nehmen. Denn: „Bei aller Begeisterung und Vorfreude darf man nicht vergessen, dass dabei auf den Liebling eine beachtliche Strapaze zukommt“, so Wiens Veterinärdirektor Walter Reisp.
Am einfachsten ist die Urlaubsreise mit dem Auto. Wenn die Vierbeiner an Fahrten gewöhnt sind, ist man unabhängig und kann Pausen machen, wann immer es notwendig ist. Am besten bleibt man alle ein bis zwei Stunden kurz stehen, lässt den Hund „Gassi gehen“ und gibt ihm Wasser zu trinken. Füttern sollte man ihn dagegen spärlich – die letzte Mahlzeit erhält er maximal vier Stunden vor Beginn der Fahrt.
Keine Zugluft und sicheres Plätzchen
Flatternde Ohren, weil der Hund den Kopf beim Fenster hinausstreckt, sind nicht ungefährlich. Er darf keine Zugluft bekommen, da das den Augen und der sensiblen Halsregion des Tieres schaden kann. Der Hund muss einen sicheren Platz im Wagen haben. Große Hunde fahren am besten im Fond des Autos (gesichert durch ein Hundegitter oder eine Transportbox) oder mit einem Brustgeschirr gesichert auf der Rückbank. Kleine Hunde sind im Fußraum am besten geschützt. Ein kühles Frotteetuch auf der Unterlage tut dem Tier gut.
Wenn man mit dem Zug fährt, sollte man jeweils nur kurze Etappen einplanen. Bei Hunden ist die Maulkorbpflicht zu beachten. Auf Langstreckenflüge sollte man mit seinem Vierbeiner verzichten.
Unterschiedliche Einreisebestimmungen
Wichtig ist, dass man alle Einreisebestimmungen beachtet. Innerhalb der EU brauchen Hunde eine Kennzeichnung mittels Mikrochip, eine gültige Tollwutimpfung und einen EU-Heimtierausweis (stellt jede/-r TierärztIn aus). Achtung: Manche EU-Staaten haben derzeit noch Zusatzbestimmungen. Für Reisen in Nicht-EU-Staaten gelten unterschiedliche Bestimmungen.
So muss man etwa für die Rückkehr aus einem Drittland mit hohem Tollwutrisiko vor der Reise eine Blutanalyse machen lassen. Alle Informationen findet man auf der Homepage des Wiener Veterinäramts bzw. erhält sie telefonisch bei der „Tierschutz-Helpline“.
Information: Tierschutz-Helpline der MA 60 – Veterinäramt & Tierschutz, Tel. 01/40 00-806