Ulla Schmid: Ausgezeichnete Journalistin
Heimische Verlage werden fast ausschließlich von Männern geführt. Der Wiener Journalistinnenpreis soll daher ab sofort Medienfrauen vor den Vorhang holen.
Ulla Schmidt hat die Auszeichnung von Vizebürgermeisterin Renate Brauner überreicht bekommen.
Sie recherchiert nicht nur exzellent, sondern formuliert auch hervorragend und versteht es brillant, komplexe Geschichten verständlich herunterzubrechen. Ein besseres Zeugnis kann man einer Journalistin wohl kaum ausstellen. Der Entschluss, Profil-Redakteurin Ulla Schmid als Erste mit dem Wiener Journalistinnen-Preis auszuzeichnen, war daher nahe liegend.
Die Jury, zusammengesetzt aus dem Vorstand des Frauennetzwerks Medien unter dem Vorsitz von Chefredakteurin Karin Strobl, sprach sich einstimmig dafür aus. Strobl: „Durch ihr fachliches Können deckt Ulla Schmid redaktionell zwei Bereiche ab: Innenpolitik und Wirtschaft. Daher bringt sie gerade jetzt ein umfassendes Wissen für die Berichterstattung über aktuelle Geschehnisse mit.“
Gleichberechtigung noch nicht errreicht
Der Preis wird ab jetzt jährlich vergeben und geht auf eine Initiative von Vizebürgermeisterin Renate Brauner zurück. „Journalistinnen, die sich der gesellschaftlichen Realitäten bewusst sind und in ihrer Arbeit darauf aufmerksam machen, sind – und gehören – ausgezeichnet“, so Brauners Begründung.
„Echte Gleichberechtigung ist erst dann realisiert, wenn in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Frauen in gleichem Ausmaß vertreten sind. Denn Qualität bedeutet in allen Bereichen auch die adäquate Widerspiegelung der gesellschaftlichen Vielfalt. Das gilt auch bei den Medien.“
Preisgeld von 5.000 Euro …
Dotiert ist der Wiener Journalistinnen-Preis mit 5.000 Euro, die von der Wien Holding zur Verfügung gestellt wurden. „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir diese Initiative unterstützen. Nicht nur, weil wir selbst im Medienbereich aktiv sind, sondern weil die Gleichstellung von Frau und Mann in allen Berufsfeldern sowohl aus gesellschaftlicher als auch aus wirtschaftlicher Sicht unerlässlich ist“, sagt Wien-Holding-Geschäftsführerin Sigrid Oblak.
… und eine Statue von Dejana Kabilijo
Als sichtbares Zeichen für den Wiener Journalistinnen-Preis wurde eine Statue der Künstlerin Dejana Kabilijo überreicht, gestiftet von der Wirtschaftsagentur Wien. „Normalerweise übernehmen wir bei wirtschaftlichen Projekten eine Vorreiterrolle“, erklärt Gerhard Hirczi, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur.
„Umso mehr freut es uns, mit dem Journalistinnenpreis neues Terrain zu betreten und einen Preis zu stiften, der die Arbeit von mutigen, hervorragenden Journalistinnen durch die Statue für alle sichtbar macht.“