Performances
Nervous Magic Lantern
Der New Yorker Experimentalfilmer und „Kino-Performer“ Ken Jacobs zählt zu den Pionieren des New American Cinema der 1960er- und 1970er-Jahre. Geprägt von Hans Hoffman, bei dem er sein Malereistudium absolviert hatte, entstanden in den 1960er-Jahren Filmklassiker wie „Tom, Tom, The Pipe’s Son“ (1969). Diese auf einer abstrakt-expressionistischen Bildsprache basierenden Experimente führten Jacobs in den 1970er-Jahren zu seinem einzigartigen „Nervous System“, einer Serie von Live-Performances mit Filmprojektionen, die er bis heute weiterentwickelt. Mit einem von ihm entwickelten System kreiert er aus dem Spiel mit Licht und Schatten abstrakte 3-D-Figuren und versucht, sich auf diese Weise dem Wesen des Films anzunähern und neue Sinneseindrücke zu provozieren.
14. November 2011, 18 Uhr, Generali Foundation Wien, 4., Wiedner Hauptstraße 15
Speak & Spell
In den Arbeiten der diesjährigen Ausgabe geht es um eine Auseinandersetzung mit Sprache und Bedeutung, Wahrheit und Lüge. Die Sprech-, Lese-, Lecture- oder Gesangsperformances führen die BetrachterInnen in die Irre, bis an den Punkt, an dem die Sprache verblasst und der Körper seine Lehre zu entfalten beginnt und den Faden der Wahrheit aufnimmt. Die Namen der Performer werden noch bekannt gegeben.
17. November 2011, 19–22 Uhr, Ausstellungsräume des COCO Kunstvereins und der Passage, 1., Bauernmarkt 9
Die fünfte Säule/The fifth Column
Joëlle Tuerlinckx arbeitet mit Materialien und Situationen. Ihre Installationen beinhalten u. a. Papierarbeiten, Diapositive, Filme und Materialien, die oft vor Ort gefunden werden. Ihr visuelles Vokabular sind Bücher, Vitrinen, Videomonitore und nicht zuletzt die Räume selbst, in der ihre Präsentationen stattfinden. Die belgische Künstlerin artikuliert sich zwischen Bild und Wort, Raum und Denken. Durch „walking and thinking and walking“ entwickelt sie Formen der Sichtbarkeit im Raum.
17. November 2011, 18 Uhr, Secession, 1., Friedrichstraße 12
Wondering Act of Attachment
In ihrer Live-Installation/-Performance erprobt Vania Rovisco die Interaktionsmöglichkeiten von Performern und ZuschauerInnen. Durch den Einsatz ihrer Vaginalmuskulatur will die spanische Künstlerin mit den RezipientInnen in einen Dialog treten und radikalisiert so die Kategorien von Nähe und Gemeinschaft, die sich auf den Kunstbetrieb ebenso wie auf die Gesellschaft beziehen.
19. November 2011, 19 Uhr, 2., Glockengasse 9
Superglue ®
Was verbindet bzw. unterscheidet die verschiedenen Formen von Wissenserzeugung? Auf welchen Visionen baut eine Forschungsstudie auf? Was wird wie erforscht und was dient als Referenz? Welche Ziele werden verfolgt? Welche Verwertungsformen hat Wissen? Das sind die Fragen, die im Mittelpunkt dieses Projektes von Gerald Nestler und Gerald Straub stehen. Sie setzen mit ihrer Arbeit am Ist-Zustand ausgewählter Forschungen an, den sie zwar zur Kenntnis nehmen, aber nicht als Maß aller Dinge akzeptieren.
Eröffnung und Ort werden bekannt gegeben.